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Herzwurmerkrankung: Alles, Was Du Wissen Musst

Lukas Fuchs vor 10 Monaten Tiergesundheit 3 Min. Lesezeit

Die Herzwurmerkrankung ist eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit von Haustieren, insbesondere Hunden. Aber was genau steckt hinter dieser Erkrankung? In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um dein Tier zu schützen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Was ist die Herzwurmerkrankung?

Die Herzwurmerkrankung, medizinisch als Dirofilariose bekannt, wird durch den Herzwurm (Dirofilaria immitis) verursacht. Diese parasitäre Erkrankung betrifft vor allem Hunde, kann aber auch Katzen und andere Tiere sowie Menschen infizieren. Der Herzwurm lebt im Herz und in den Blutgefäßen der infizierten Tiere und kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen.

Ursachen der Herzwurmerkrankung

Die Übertragung erfolgt durch den Stich von infizierten Stechmücken. Diese Mücken nehmen die Mikrofilarien, die Larvenstadien des Herzwurms, auf, wenn sie ein infiziertes Tier stechen. Nach einer Entwicklungsphase in der Mücke können die Larven bei einem weiteren Stich auf ein anderes Tier übertragen werden.

Symptome der Herzwurmerkrankung

Die Symptome einer Herzwurmerkrankung können stark variieren, je nachdem, wie viele Würmer im Herzen sind und wie lange das Tier bereits infiziert ist. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Anhaltender Husten
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Gewichtsverlust
  • Atemnot
  • Schwellungen im Bauchbereich

In schweren Fällen kann die Erkrankung zu Herzversagen führen. Es ist wichtig, regelmäßige tierärztliche Untersuchungen durchzuführen, um Anzeichen einer Infektion frühzeitig zu erkennen.

Diagnose der Herzwurmerkrankung

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus einer körperlichen Untersuchung, Blutuntersuchungen und gegebenenfalls bildgebenden Verfahren wie Röntgenaufnahmen. Die Blutuntersuchung hilft, Antigene des Herzwurms nachzuweisen oder Mikrofilarien im Blut zu identifizieren.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung der Herzwurmerkrankung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Medikamentöse Therapie: Die Hauptbehandlung umfasst die Verabreichung von Melarsomin, das die erwachsenen Würmer abtötet.
  2. Unterstützende Maßnahmen: In vielen Fällen ist eine intensive Unterstützung notwendig, um das Herz-Kreislaufsystem des Tieres zu stabilisieren.
  3. Nachsorge: Nach der Behandlung müssen regelmäßige Kontrollen stattfinden, um sicherzustellen, dass alle Würmer erfolgreich abgetötet wurden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Behandlung mehrere Monate in Anspruch nehmen kann und eine enge Zusammenarbeit mit dem Tierarzt erfordert.

Vorbeugung der Herzwurmerkrankung

Die beste Methode, um die Herzwurmerkrankung zu verhindern, ist die Prophylaxe. Es gibt verschiedene wirksame Medikamente, die in Form von Tabletten oder als Spot-on-Präparate verabreicht werden können. Diese sollten regelmäßig, meist monatlich, verabreicht werden. Zu den empfehlenswerten Präparaten gehören:

  • Milbemycin Oxim
  • Ivermectin
  • Selamectin

Zusätzlich ist es wichtig, die Umgebung von Haustieren zu kontrollieren und das Risiko von Stechmücken zu reduzieren, indem man stehendes Wasser vermeidet und Mückenschutzmittel verwendet.

Risiken für Menschen

Obwohl die Herzwurmerkrankung vorwiegend Tiere betrifft, können auch Menschen infiziert werden, wenn sie von infizierten Mücken gestochen werden. Bei Menschen kann der Herzwurm jedoch nicht die gleichen Lebensbedingungen finden wie bei Tieren, weshalb Infektionen selten sind und oft asymptomatisch verlaufen. In einigen seltenen Fällen kann es jedoch zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen kommen.

Fazit

Die Herzwurmerkrankung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die vor allem Haustiere gefährdet. Prävention ist der Schlüssel, um dein Tier zu schützen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und die Verabreichung von Prophylaxemitteln sind entscheidend. Achte besonders in Gebieten, in denen Herzwürmer verbreitet sind, darauf, die Gesundheitsvorsorge deines Hundes oder deiner Katze ernst zu nehmen.

Wenn du weitere Fragen hast oder eine Beratung wünschst, zögere nicht, deinen Tierarzt zu kontaktieren.

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