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Überköten beim Hund: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Lukas Fuchs vor 5 Monaten Gesundheit & Vorsorge 3 Min. Lesezeit

Beobachten Sie, dass Ihr Hund Schwierigkeiten hat, seine Pfoten richtig aufzustellen? Oder bemerken Sie eine ungewöhnliche Beugung der Zehengelenke? Dann könnte es sich um das sogenannte Überköten handeln. In diesem Artikel erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung.

Überköten beim Hund: Was Sie wissen müssen

Überköten ist eine Erkrankung, die bei Hunden auftritt und durch eine übermäßige Beugung der Zehengelenke gekennzeichnet ist. Dies führt dazu, dass der Hund nicht mehr normal auftreten kann und stattdessen auf dem Fußrücken läuft. Überköten kann sowohl die Vorder- als auch die Hinterläufe betreffen und verschiedene Ursachen haben.

Was ist Überköten genau?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Überköten um eine krankhafte Beugung der Zehengelenke. Normalerweise sollte ein Hund seine Pfoten flach auf dem Boden aufsetzen. Beim Überköten ist dies jedoch nicht möglich, da die Zehengelenke so stark gebeugt sind, dass der Hund auf dem Fußrücken läuft. Dies kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Ursachen für Überköten beim Hund

Die Ursachen für Überköten können vielfältig sein. Hier sind einige der häufigsten Gründe:

  • Neurologische Probleme: Erkrankungen des Nervensystems können die Muskelkontrolle beeinträchtigen und zu Überköten führen.
  • Muskelerkrankungen: Muskelatrophie oder Muskeldystrophie können ebenfalls Überköten verursachen.
  • Sehnen- und Bänderprobleme: Verletzungen oder Entzündungen der Sehnen und Bänder in den Pfoten können zu einer Instabilität führen und Überköten begünstigen.
  • Fehlernährung: Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, insbesondere im Wachstum, kann die Entwicklung der Knochen und Muskeln beeinträchtigen und zu Überköten führen.
  • Genetische Veranlagung: Bei einigen Rassen scheint eine genetische Veranlagung für Überköten zu bestehen.

Symptome von Überköten

Die Symptome von Überköten sind relativ eindeutig. Achten Sie auf folgende Anzeichen bei Ihrem Hund:

  • Ungewöhnliche Fußstellung: Der Hund läuft auf dem Fußrücken statt auf den Zehen.
  • Schmerzen: Der Hund zeigt Anzeichen von Schmerzen beim Laufen oder Stehen.
  • Bewegungseinschränkungen: Der Hund hat Schwierigkeiten beim Gehen, Laufen oder Springen.
  • Lahmheit: In schweren Fällen kann es zu Lahmheit kommen.
  • Veränderungen im Gangbild: Der Gang des Hundes wirkt unnatürlich oder unsicher.

Diagnose von Überköten

Wenn Sie bei Ihrem Hund Anzeichen von Überköten bemerken, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen, um die Ursache des Überköten zu ermitteln. Dazu gehören:

  • Klinische Untersuchung: Der Tierarzt wird die Pfoten und Gliedmaßen des Hundes sorgfältig untersuchen, um die Beweglichkeit und Stabilität zu beurteilen.
  • Neurologische Untersuchung: Um neurologische Ursachen auszuschließen, wird der Tierarzt eine neurologische Untersuchung durchführen.
  • Röntgenaufnahmen: Röntgenaufnahmen können helfen, Knochen- und Gelenkprobleme zu identifizieren.
  • Weitere Tests: In einigen Fällen können weitere Tests wie Blutuntersuchungen oder Muskelbiopsien erforderlich sein, um die Ursache des Überköten zu ermitteln.

Behandlung von Überköten beim Hund

Die Behandlung von Überköten hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Hier sind einige der gängigsten Behandlungsansätze:

  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskeln zu stärken und die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern.
  • Orthesen und Bandagen: Orthesen und Bandagen können die Pfoten stabilisieren und die Belastung reduzieren. Hier finden Sie ein Sanitätshaus für Tiere, das sich auf solche Hilfsmittel spezialisiert hat.
  • Medikamente: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können helfen, die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu reduzieren.
  • Chirurgie: In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um das Problem zu beheben.
  • Ernährungsumstellung: Wenn eine Fehlernährung die Ursache für das Überköten ist, kann eine Ernährungsumstellung helfen.

Prävention von Überköten

Einige Ursachen von Überköten lassen sich nicht verhindern, insbesondere wenn eine genetische Veranlagung vorliegt. Allerdings können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren:

  • Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe enthält, insbesondere während des Wachstums.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung hilft, die Muskeln zu stärken und die Gelenke beweglich zu halten.
  • Früherkennung: Achten Sie auf Anzeichen von Überköten und suchen Sie frühzeitig einen Tierarzt auf.

Fazit

Überköten beim Hund ist eine komplexe Erkrankung, die verschiedene Ursachen haben kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um die Lebensqualität Ihres Hundes zu verbessern. Wenn Sie Anzeichen von Überköten bei Ihrem Hund bemerken, zögern Sie nicht, einen Tierarzt aufzusuchen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bitte wenden Sie sich immer an einen qualifizierten Tierarzt, wenn Sie Fragen oder Bedenken bezüglich der Gesundheit Ihres Hundes haben. Weitere Informationen finden Sie auch auf Wikipedia und im Uelzener Magazin.

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